Diese Seite drucken
30 Mär

Milchkaskoversicherung für Milcherzeuger

(0 Stimmen)
Schriftgröße

Jeder Deutsche verbraucht im Durchschnitt über 100 Kilogramm Milchprodukte im Jahr. Diese Nachfrage wird fast vollständig durch die heimische Landwirtschaft gedeckt. Für die damit verbundenen Produktionsrisiken hat die GHV DARMSTADT ein eigenes Produkt entwickelt, die Milchkaskoversicherung.

Zur Ausgangssituation: Die rund 75.000 deutschen Milchviehbetriebe halten etwa 4,3 Millionen Milchkühe, also knapp 60 Tiere pro Betrieb. Der jährliche Produktionswert beträgt durchschnittlich 150.000 € pro Erzeuger. Die Hälfte der Produktion wird exportiert, die andere Hälfte wird in Deutschland verbraucht.

Diese Milchproduktion unterliegt vielfältigen Gefahren. 

Jeder Deutsche verbraucht im Durchschnitt über 100 Kilogramm Milchprodukte im Jahr. Diese Nachfrage wird fast vollständig durch die heimische Landwirtschaft gedeckt. Für die damit verbundenen Produktionsrisiken hat die GHV DARMSTADT ein eigenes Produkt entwickelt, die Milchkaskoversicherung.

Zur Ausgangssituation: Die rund 75.000 deutschen Milchviehbetriebe halten etwa 4,3 Millionen Milchkühe, also knapp 60 Tiere pro Betrieb. Der jährliche Produktionswert beträgt durchschnittlich 150.000 € pro Erzeuger. Die Hälfte der Produktion wird exportiert, die andere Hälfte wird in Deutschland verbraucht. 

Diese Milchproduktion unterliegt vielfältigen Gefahren. Größere Schäden können dabei rasch die betriebliche Existenz gefährden, zumal die Erträge oft knapp bemessen sind. Bei bestimmten Tierseuchen sind zwar die Tierseuchenkassen zuständig. In allen anderen Fällen ist aber Eigenvorsorge zwingend geboten, so auch bei Produktionsschäden.

Beim Produkt Milch drohen Verluste durch Lager- und Transportunfälle sowie Verunreinigung. Hier hilft die Milchkaskoversicherung. Sie leistet Entschädigung für die unvorhergesehene Zerstörung, Beschädigung, Verlust, Abhandenkommen oder Verderb der produzierten Milch. Versicherte Ereignisse sind:

- Stillstand oder nicht ordnungsgemäßes Arbeiten der Kühlanlage,
- Versagen von Mess-, Regel- und Sicherheitseinrichtungen,
- Bedienfehler, Ungeschicklichkeit oder Vorsatz Dritter,
- Unfall des Transportmittels auf dem direkten Weg vom produzierenden zum abnehmenden Betrieb, beispielsweise zur Molkerei, entsprechend den Lieferbedingungen,
- Verunreinigung oder Verluste infolge Brand, Blitzschlag, Explosion, Rauch oder Ruß,
- Schäden durch Schadstoffe, Fremdstoffe oder Kältemedien.

Ausgeschlossen sind Preisschwankungen, angekündigte Stromabschaltungen oder Veränderungen der Milchinhaltsstoffe, beispielsweise zu hohe Zellzahlen.

Die Versicherungssumme errechnet sich aus der Anzahl der Tiere und der jährlichen Milchleistung. Sie bezieht sich auf:

- die zum Verkauf vorgesehene Milch während der Lagerung und des Transportes,
- die Entsorgungskosten der nicht verkehrsfähigen beziehungsweise lebensmitteluntauglichen Mild,
- die Reduzierung des Milchgeldes durch den abnehmenden Betrieb (z. B. Molkerei) entsprechend der Milchgüteverordnung.

Die Versicherungssumme wird jährlich angepasst und zwar anhand der Anzahl der Tiere. Es gibt vier Deckungsvarianten, die sich auf die Reduzierung des Milchgeldes beziehen, je nach Variante werden maximal 8 bis 15 Cent je Kilogramm Milch erstattet. Damit schließt die Milchkaskoversicherung auch Lücken gegenüber Ertragsschadenversicherung, die aufgrund erheblichen Selbstbehalte oftmals nicht greift. 

Milchkasko: Fallbeispiel

Landwirt Glücklich hat eine Milchkaskoversicherung vereinbart. Der Jahresbeitrag von 316,54 € bezieht sich auf 200 Milchkühe und eine Jahresproduktion von 1,8 Kilogramm Milch (Tarifvariante Standard bis zwölf Cent / kg, inklusive Versicherungssteuer).

Landwirt Glücklich liefert eine Zweitagesproduktion Milch an die Molkerei. Dort wird eine Hemmstoffbelastung (Antibiotika) festgestellt. Die Milch ist unbrauchbar. Dies führt zu einer Reduzierung des Milchgeldes (Vertragsstrafe) und zwar für dreißig Tage mit fünf Cent je Kilogramm Milch. Ferner fallen Entsorgungskosten an. Die Milchkaskoversicherung schützt vor den finanziellen Folgen:

Position Schaden
Zum Verkauf vorgesehene Milch 2.859 €
Entsorgungskosten 1.200 €
Reduzierung des Milchgeldes 7.397 €
Entschädigung 11.456 €

Sie haben Fragen zu diesem Thema?

Wir sind gerne für Sie da!  Jetzt Kontakt aufnehmen

Gelesen 2981 mal